Foto und Film bei Konzerten – Recht (201802)

dies ist KEINE Rechtsberatung
Stand Feb 2018

Die Musiker filmen zurück!

Rechtliches für GÄSTE:
Bisher hat das Publikum die Musiker gefilmt.
Das Publikum macht Bilder vom Konzert.
Im Handyzeitalter das normalste und einfachste und auch üblichste.
Solange diese Aufnahmen privat genutzt werden, okay.
Auch aufgrund des Persönlichkeitsrechtes, sollten die Bilder/Videos nur mit Einwilligung der erkennbaren Privatpersonen(Publikum) geschehen.

Ein paar Beispiele was NICHT erlaubt ist:
-Video (mit Musik) hochladen bei Youtube,Facebook (wird meist geduldet)
-Öffentlich vorführen – ggfls gegen Eintritt oder im Rahmen von kommerziellen Veranstaltungen MIT Ankündigung (ohne Ankündigung meist Duldung)
-Merchandise von den Fotos herstellen / verkaufen (eine private Fototasse ist okay).
-Fotos bei Facebook teilen/hochladen – wird geduldet, ist eigentlich schon genehmigungspflichtig.
-für Flyer, zur Bewerbung von kommerziellen Veranstaltungen verwenden.

Rechtliches für MUSIKER:
ja liebe Musiker, ihr macht doch neuerdings immer das tolle Foto von der Bühne wo das Publikum im Hintergrund zu sehen ist….
Habt ihr denn die erkennbaren Leute gefragt? Zugegeben, die Leute wollen auch gerne gesehen werden.
Die Leute die nicht gesehen werden wollen haben bei dem Bild in der Regel genügend Zeit sich zu verstecken.

Aber was ist mit spontanem filmen oder spontanen fotografieren von der Bühne – seitens der Musiker oder der Crew?
Wenn das Video bei Youtube ist KANN eine Person die behauptet im Video erkenntbar zu sein, das Video bei Youtube sperren lassen!
Ja liebe Musiker, bei den spontanen Bildern vom Publikum hat das Publikum keine Chance sich zu verstecken.
Da ist der Focus auf das Publikum ggflls. sogar auf einzelne Personen -> die Personen müßt Ihr FRAGEN wenn ihr das Bildematerial verwenden wollt!
In der Praxis stellt sich die Frage wie die Einwilligung stattfinden kann (und sogar nachgewiesen werden kann) – etwa durch aktives in die Kamera gucken? Eine abweisende Bewegung reicht schon um das Material unbrauchbar zu machen. Fraglich ist auch, ob die bildlich festgehaltenen Personen alle noch nüchtern sind (d.h. nicht schwer alkoholisiert sind)… Denn Personen in einem solchen Zustand sind ggflls gar nicht mehr in der Lage zu reagieren.

Bisher (bis 24.Mai 2018) gibt (gab) es Möglichkeiten sich auf das Kunsturhebergesetz zu berufen…..bisher.

Eine Betrachtung eines Konsumenten, Akteures und jemanden der sich mit Musik, Medien, Recht, Datenschutz beschäftigt in hoffentlich allgemein verständlichen Worten ohne Gesetzestexte 🙂

….Ausblick: 25. Mai 2018 Gesetzesänderung, auch für Musiker! Fragen dazu gerne an den Inhaber dieser Seiten.
Vorschau: Ab dann gilt die Datenschutzgrundverordnung welche höhere Anforderungen an die Informationspflichten und Einwilligungen stellt. Die Transparenz und die (Nachweisbarkeit der) Einwilligung ist dabei besonders zu beachten. Rein rechtlich gesehen wird die Möglichkeit rechtssicher Fotos/Videioaufnahmen zu erstellen (=Daten zu verarbeiten) massiv erschwert.

Zwischenstand: Wir sind gespannt wie sich die Gesetzeslage und die Rechtsprechung sowie die „Meinung“ der verschiedenen Aufsichtsbehörden entwickeln.

Update April 2018: Das sogenannte Konzertabschlussfoto (Band zu sehen, Publikum im Hintergrund), wird wohl erstmal nicht mehr möglich sein.
Bilder mit „Beiwerk“ sind ab dem 25.Mai 2018 nur der institutionellen Presse vorbeahlten.

Update 10.Mai 2018 bezüglich Fotos ab 25.Mai 2018:
Die derzeitige Rechtslage in Bezug auf Fotografien einer unüberschaubaren Anzahl von Menschen oder von Menschen als Beiwerk anderer Motive ist überwiegend unsicher. Dies beruht insbesondere darauf, dass der deutsche Gesetzgeber bisher keinen ausdrücklichen Gebrauch von der Öffnungsklausel des Art. 85 Abs. 2 DSGVO gemacht hat. Dies wäre aber im Sinne der Rechtssicherheit nötig. Bis dahin ist es möglich, die
Datenerhebung in den meisten Fällen über Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO zu rechtfertigen. Eine Informationspflicht gegenüber den Abgelichteten besteht nicht. Dies ergibt sich aus Art. 11 Abs. 1 DSGVO, hilfsweiseaus Art. 14 Abs. 5 lit. b DSGVO Quelle PDF

Update 14.Mai 2018: Das BMI hat sich positiv zur Beibehaltung der bisherigen Regelung ausgesprochen. Quelle Webseeite

Update 14.Mai 2018 auch der Deutsche Verband für Fotografie äußert sich entspannt Quelle Webseite

Erwägungsgrund 153 der DSGVO besagt: „Um der Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäußerung in einer demokratischen Gesellschaft Rechnung zu tragen, müssen Begriffe wie Journalismus, die sich auf diese Freiheit beziehen, weit ausgelegt werden.“

Fazit: Eigentlich ist alles klar, eigentlich, es fehlt nur die eindeutige und einheitliche Information das alles klar ist.
Entweder wurde versäumt diese mitzuteilen oder „Frau“ wartet mal wieder ab… bis doch durch ein Gerichtsurteil ein Präzedenzfall geschaffen wird.

DJ 80er -> Heute (201802)

Wer Musik aus den 80er auflegt, muss sich meiner Meinung nach nicht (mehr) mit Musik beschäftigen DENN es kommt nichts neues mehr aus den 80ern!
Somit ist der 80er DJ in einer bequmen Lage: Er muss sich nicht um neuen Musik kümmern, er hat die selbe Musik – seit Jahren.

Wer aktuelle Musik spielt, muss sich mit Musik beschäftigen.
Sich um Neuerscheinungen kümmern, diese vorhören, beschriften, bewerten und mit zum DJ Event nehmen.
Das kostet Zeit=Geld.
Allerdings bleibt der DJ up to date und kann den Gästen auch mehr als das „immer gleiche“ bieten.

Ein Anspruch den eLectrO-Pop DJ Lo-Renz verfolgt 🙂

Stammgäste (201802)

Außenstehende fragen sich: Der DJ spielt ja jedesmal die selben Lieder.
Könnte es an den Stammgästen liegen? Vielleicht. Schlimmstenfalls hat der DJ wenig Anspruch und spielt jedesmal das selbe.

Stammgäste sind gut…. sie sind regelmäßig bei den Parties, kennen den DJ, der DJ kennt sie. Sie vertrauen dem DJ.

Stammgäste wünschen sich immer das selbe… -> Der DJ spielt es u.a. für die Stammgäste. Andere Gäste, die noch keine Stammgäste sind, wundern sich.
Die Gründe, warum immer das selbe gewünscht wird, sind egal.

Der DJ spielt Songs zu denen kaum jemand tanzt -> Der DJ spielt die Songs u.a. für die Stammgäste, die durch ihr tanzen die Etablierung von neuen Songs vereinfachen.

Ich denke eine gesunde Mischung aus unbekanntem und bekannten – eine Mischung aus Musik für die Stammgäste und Musik für alle und Musik für den DJ ist angemessen.