Clubs: ÜberLebt aber unterBeLebt (20220515)

Juhu, es gibt diverse Clubs welche über 2 Jahre Schließung überlebt haben. Nun geht es wieder los, es werden Pläne gemacht. Warum die Clubs wohl gefühlt unterbelebt sind, erfahrt Ihr in diesem Artikel:

2022 Herbst:
Doch hier schon der 1. Dämpfer: Was wird kommen, wenn die im Infektionsschutz festgelegten Regelungen am 23. September 2022 auslaufen?
Da überlegt sich besonders das Personal die Branche zu wechseln und der Club was Investitionen betrifft.

2022 das Jahr der Nachholevents:
Konzerte, Hochzeiten, private Feiern…  gefühlt jedes Wochenende ein Event zudem Terminüberschneidungen mit weiteren Events.

2022 die Unsicherheit (ohne Wertung, rein faktisch):
Ja, es gibt Leute die noch kein Corona hatten. Und es gibt Leute die deswegen Events meiden. Veranstalter bieten freiwillig 1G oder 2G an, was für manche ein Argument ist fernzubleiben und für andere das Event zu besuchen.


2022 die Preissteigerung:
Personal (zudem „Passendes“) ist schwerer zu bekommen, trotz höherer Löhne.
Aber auch die Betriebskosten der Clubs steigen und die Einkaufspreise der Getränke ebenfalls.  
Die Reisefreudigkeit der Gäste ist aufgrund der Sprittpreise gemindert und das 9€ Ticket bietet günstige Reisemöglichkeiten… möglichst auch zum Clubbesuch.
Grundnahrungsmittel und Energiekosten steigen, also wird genauer überlegt wohin die verbleibenden Euros gehen.

2022 der Sommer:
Ist generell eine ungünstige Zeit für Clubs.
Festivals sind gefragter denn je, getreu dem Motto „Wenn ich schonmal feiern gehe, dann intensiv“. Aber auch zu Corona angewöhnte Hobbies wie Wandern, Gartenparties und Fahrradtouren werden weiter ausgelebt.

2022 der Club:

Ach ja, da ist ja NOCH der Club. Ja noch!  Gerne würde ich schreiben:
Ach ja, da ist ja was: Der Club. Das wirkt konstanter.

2022 die Konsequenz:
Die Zeit für Nettigkeit ist vorbei. Aktionen aus Enthusiasmus heraus fallen aus wirtschaftlichen Gründen weg. Es wird gespart und buchstäblich genauer abgewogen.

Auf der einen Seite bleibt wenig Spielraum für Experimente, auf der anderen Seite sind neue Ideen gefragt.

Fazit:
Sicherlich werde ich privat (und „geschäftlich“ als DJ) weiterhin ausgewählte Festivals besuchen. 

Ich persönlich war monatelang von Hamburg bis Zürich, von Oberhausen bis Berlin tanzen.
Nun bleibe ich in meiner Heimat: Hannover.

Support your LOcal Scene!

Eine Einschätzung von DJ Lo-Renz 15. Mai 2022 (Aktuell: Subkultur, Lux , Krökelbar – Hannover)

-> Nachtrag 28. Mai 2022: Denke auch ihr habt das Gefühl dass „nichts nachkommt“. Kaum jüngere Gäste (Nachwuchs) , kaum neue Gäste, kaum Gäste die als Quereinsteiger über Depeche Mode oder sonstige Bands die „Szene“ für sich nun entdecken.