Mr Kitty (201603) Review

Mr Kitty hatten wir schon im Jahre 2014 Rahmen der eLectrO-Pop Radiosendung entdeckt: Retro Pop
Im Jahre 2015 haben wir Konzerttermin für Deutschland zur Kenntnis genommen und dann mit freude Daten für März 2016.
Unser Eindruck: Anders, interessant, abgefahren, innovativ, experimentell, poppig, sympathisch der Herr aus Austin/Texas/USA.
Verständlich das seine CDs auf der 3 Tages -Festival Tournee (Frankfurt / Oberhausen/ Bremen) schon am ersten Tag ausverkauft waren.
Seine Veröffentlichungen sind sowohl zum legalen Download als auch auf CD in Deutschland erhältlich.
Live: Ganz in weiss, mit einer einigen Lampe , herumspringend, am Keyboard spontan aggierend, stimmlich variierend, tanzbar.

Wichtig beim MR Kitty Konzert: Seine blinkenden Schuhe einmal streicheln !

Update August 2017:
Mr.Kitty spielt am 7.September 2017 in Hannover in der Subkultur (Engelbosteler Damm 87 30167 Hannover Nordstadt U-Bahn Strangriede)
Einlass ist 20Uhr, Beginn ca 21Uhr Vorverkauf 10Euro (z.B. im Epopshop) , Abendkasse 12Euro
Konzertende ca 22:30 Partyende 1Uhr
DJ Lo-Renz gestaltet das Rahmenprogramm des Konzertes welches mit seiner Hilfe zustande gekommen ist.

Mesh (201704) Review

Mesh : Runway Sinlge 21.April 2017

– Runway Radio Edit
Ja läuft im Radio und hat durchaus das Potential in vielen Radio Stationen zu laufen. Schöne eingängige Pop Nummer die auf ganz natürliche Weise wirkt. Ein Mesh Song der das Potential zum Evergreen hat.

+Too little Too lie
Schwabbel Sounds mit starken referain. Eine der besseren B-Seiten. Auch diesmal etwas langgezogen aber durchaus brauchbar. Soundmässog gibt es teilweise And One Sounds. Trotzdem enorm meshig.

+Tuesday
Yes ! Seit Jahren bittet der Verfasser dieser Zeilen um Veröffentlichung, somit ein riesen danke. Erstmalig in Basildon auf einem Festival Live dargeboten ist dieser Yazoo Klassiker aus den 80ern eine Homage an die Band welchen viele von uns in ihrer Jugend gehört haben. Mesh haben diese melancholischen Ballade aufgepoppt und eine wahnsinns kompakte Clubnumner geschaffen die sich sofort ins Gehirn und den Tanzbeinen festsetzt.
Electro-Pop höchster Güte , absolut für jeden der auf sportliche Musik steht zu empfehlen.

+ Mesh Runway Club class nix
Etwas länger als die Radioversion und noch tanzbarer mit ein paar mehr samples jedoch noch druckvoller. Schon jetzt eine Topnummer in den Dance Charts.

Mesh haben noch Feuer im arsch !
Werden viele electro Bands immer ruhiger bishin zu langweiluger so ist bei Mesh das Gegenteil zu verzeichnen: Je oller Je doller !

Insgesamt eine sehr kaufenswerte super gut mehrmals durchhörbare und durchtanzbare Single mit 2 echten sehr attraktiven B-Seite.

Loewenhertz (201703) Review

Band : Loewenhertz
Album: Echtzeit
17.März 2017

Aus dem Booklet:
01.Irgendwann    Text: Robin Felder Musik: Andreas Scherer, Hilger Tintel
02.Unsichtbar ++ Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer, Andreas Schmitz, Hilger Tintel
03.Gib mir noch Zeit ++ Text: Alexander Pfahler Musik: Remo Stoltze
04.It’s Too Late Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer, Olvier Strehler ++
05.Halt mich Text: Alexander Pfahler Musik: Remo Stoltze
06.Wer sind Wir ++ Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer, Andreas Schmitz, Hilger Tintel
07.Frei sein Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer
08.Thunder ++ Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer, Andreas Schmitz, Hilger Tintel
09.Winter Falls ** ++ Text: Alexander Pfahler Musik: Stefan Blender **
10.Lights Of The Night Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer
11.Spiritual Healing (Bonus) Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer
12.Close Your Eyes (Bonus) Text: Alexander Pfahler Musik: Andreas Scherer, Olvier Strehler

++ In Playlisten von laut.fm/electropop aufgenommen !

Anmerkung von eLectrO-Pop:
** Musik: Stefan Blender [De/Vision 1988-1991]  alias Sequence2  „Homerecordings“   – Itunes  oder Doppel-CD „Da*Mals“ (Epop-Shop),  geschrieben 1991 /  Gemamäßig durch Lorenz Macke wargenommen.

++ Originalversion auf der CD „Musicment“ (Epop-Shop)

Bestellt die CD im Epop-Shop

Fakten:
15 Jahre nach der ersten Veröffentlichung der EP „Musicment“(noch unter dem Namen „L’image“)  im Jahre 2002  , liegt das nach dem Debut-Album „Irgendwo in Deutschland“ nun das 2.Album des beiden Jungs (Alexander Pfahler, Adreas Scherer) aus Augsburg/Deutschland vor: Echtzeit.

Meinung:
Da der Verfasser dieser Zeilen derzeit wöchentlich über 50 neue eLectrO-Songs hört, ist die Frage naheliegend: Warum wird gerade diese Veröffentlichung hier erwähnt ?
Zuerst einmal fällt auf das der Gesang durchaus markant ist – zudem noch variabel und hochwertig.
Produktionstechnisch von hoher Qualität. Trotz der verschiedenen Songschreiber ein homogenes Album.
Zudem ist hörbarer Synthie-Pop aus Deutschland selten geworden.

Der Stil:
Solider Synthie-Pop – phasenweise mit Danceelementen. Textlich persönlich, nachdenklich, emotionell – deutsch und englisch.
Auch durch Facebook kann man vieles in Echtzeit erleben – Emotionen werden per Tastatur vermittelt.  Das Album Echtzeit vermittelt Emotionen in Echtzeit und darüber Hinaus.
Selbst wenn man nur auf Musik achtet werden Stimmungen erzeugt. Soundmäßig sehr zugänglich, ohne wilde spielereien, meist auf den Punkt gebracht.
Ein gut durchhörbares Album – Musik zum hinhören, Musik als Hintergrund…….Vielleicht sogar Musik für den Club ? Auf jedenfalls was fürs Radio !

Verwunderung:
Die 2 Bonus-Songs… sind diese evtl nur auf dem Tonträger ?

Was bleibt hängen:
Sollte der Gedanke ‚Deutscher Elektro Schlager‘ aufkommen, so ist das eher positiv, denn Wolfsheim haben diesbezüglich eine Lücke geschaffen die von Loewenhertz gesund gefüllt wird.
Ein zeitloses Album das man sich durchaus legal erwerben sollte um es in Echtzeit zu erleben.

++++
Setliste Loewenhertz 4.März 2017 Augusburg Kantine (danach spielten Boytronic)
Gemeinsame Zeiten
Thunder
Fly with me
Wer sind wir
Der Weg
Winter Falls
Gib mir noch Zeit
Endlose Räume
It’s too late
Irgendwann
Unsichtbar

Catering:
Loewenhertz Augsburg Catering
Backstage
Loewenhertz Augsburg Boytronic Backstage
Loewenhertz Setliste Augsburg Kantine

Die CD bestellen im Epop-Shop !

Scheuber (201608) Review

„Scheubi“ der Keyboarder von Project Pitchfork hat sein Soloalbum „The me i see“ veröffentlicht.
Das klingt recht synthie-electro-dancig-poppig und das ist durchaus positiv gemeint.
Der Gesang hat seine Identität, ist angenehm hörbar. Drums, Flächen, Melodien, Athmo – softer Gesang, durchgängiger Beat, sehr eingängig und elektrisch.
Gut geeignet als Einstimmung für einen Partyabend, die Begleitmusik zum Stylen 🙂

Everything: Der etwas nachdenkliche Anfang, doch es wird klar: Es gibt unterschiede zu Project Pitchfork
Human: naja, nichts immer. Egal, schönes Nummer die auch für den Club geeignet ist.
Out of time: Dark-Pop
Averell: ein wechselbad der Stimme, mal klarer mal bearbeiteter.
Chyta: kurz for Pop
Space: Pitchfork ist schwer einzuordnen und zu beschreiben, das hier auch. Gute Nummer, nochn Clubhit.
Godshape: der etwas Song,
Methods: Schon die ersten Töne machen es klar: Clubnummer !
Lovers Breath: Hui Grenzwertig, wenn das wirklich ein „Schalala ist“.
3rd Eye: etwas ruhiger, leicht träumerische Ansätze ohne zu langweilen.
Let go: Schöne Popnummer, auch für den Club geeignet, der gute Abschluss.

Auffallend ist der Stimmungswechsel zwischen Strophe und Refrain ! Somit ist eine gewissen Abwechselung vorhanden.

Mesh (201607) Review

Mesh Looking Skyward CD/ 2Vinyl / Buch 2CD / Complete Box Release: 26.August 2016

Allgemein: Sehr gut durchhörbar, homogenes Album mit hohem Mesh Identitätsfaktor.
Leichte Gitarrensounds, gesund eingesetzt sodaß es sowohl eLectrO-Fans als auch Indie-Pop-Fans gefallen wird.
[guitar sounds more in the background. If you ever have heard a mesh song, you will like this album]

Titelliste:
1. My Protector -> Hier wird gleich klar: Mesh, wie man sie mag. Emotioneller klarer Gesang mit angenehmen Sounds. Schöne Midtemponummer. [yes, this is still mesh as you like it, emotional vocals, good sounds]
2. Tactile -> etwas ruhiger , blubbersounds, doch dann wieder der eindringliche Mesh Refrain. [a bit slower with a strong encore]
3. The Last One Standing -> Übergang zum 3.Song, hier gehts etwas sportlicher weiter. Könnte eine Single sein. [ could be also a single, sporty]
4. The Traps We Made -> etwas schwermütig. [deep melancholy]
5. Kill Your Darlings -> kennen wir schon. [we know it already]
6. Iris -> Atempause 1 Minute 30 Intrumental, ein Zwischenspiel. [Instrumental]
7. Runway -> Könnte auch eine Single sein. Munteres stampfen, Retro meets Meshies Klampfen [Next single ?!, stomping beats]
8. Before This World Ends -> Schöne Sounds und Athmo, ist mir gleich beim 1.Mal im Ohr geblieben. [slowly nice atmosphere]
9. Two+1 -> Eine weitere leicht schwermütige Nummer mit nicht ganz soviel Tiefgang. [melancholiy]
10. The Ride -> Eine weitere typische Facette von Mesh, Stakkato, kurz vom Break Beat. Cooler Song zum Abmeshen äh Abmoshen ! [Metal music without guitars – Mesh mosh]
11. There Must be A Way -> Ein weiterer ruhiger Song ohne schnarchend zu wirken. Depeche Mode lassen Grüßen. [Greetings to Depeche Mode]
12. The Fixer -> Anspieltipp ! Mesh Disco – trust you didn’t want scares me 🙂 [Mesh Disco
13. Once Surrounded -> ein bisschen rockiger [Mesh Rocks]

Bonus-CD (nur Buch 2CD und Complete Box) [… words about this will follow later.]
1. Circles
2. Last Of The 212s
3. Tactile (Feels Nice Mix)
4. The Fixer (Olafs Mended Mix)
5. Paper Thin (Original Demo)
6. End Of The World

„Wir wollten unsere Grenzen so weit wie möglich ausloten und ein Album produzieren, wie wir es selbst gerne zulegen würden“ -> Das klingt für mich wie ein Widerspruch. Hier wurde meiner Meinung nach nur eine Grenze der Zugänglichkeit ausgelotet.

Fazit: Jeder der mal einen Song von Mesh gut fand kann sich dieses Album guten Gewissens kaufen.

Dieses und weiteres Material von Mesh im Epopshop bestellen

Mesh (201606) Review

Mesh Kill your Darlings MCD/ Vinyl Release: 8.July 2016

1. Kill Your Darlings (Single Version) -> Schubidu, zeitlos, electro-rockig, Meshig, stampfig
2. Paper Thin -> Allein schon der Song ist es Wert dieses Produkt zu veröffentlichen und legal zu erwerben ! Gefällt mir besser als die A-Seite. Mesh groovig und druckvoll, mehr electro, weniger gitarren. Der Ohrwurm mit einem leicht ergreifenden Refrain in typischen Mesh Manier
3. Kill Your Darlings (Club Edit) -> Als DJ sind wir der Meinung das die Club-Mix von Mesh schonmal clubbiger waren. Trotzdem gesund tanzbar, hier steht teilweise die elektronik mehr im Vordergrund. Der Fan und genußhörer wird die unterschiede zur Single-Version hören.
4. Kill Your Darlings (Aesthetic Perfection Remix) -> Ein paar typische Aesthetic Perfection Sounds und Elemente eingearbeitet und somit hörbar abweichend von den bisherigen Versionen.

Gesanglich mit hohem Wiedererkennungswert. Nur selten wird die Stimme durch Effekte verändert, das kann der Mesh Sänger Mark schon selber auf natürliche Weise. Stilistisch die die Fortsetzung der vorherigen Alben. Jedenfalls kann man mit dem Song was erreichen und weiter neue Höhrer erschließen.
Clubmäßig tippen wir (selber) auf Platz 1 in den Charts.

Dieses Release (sowohl als MCD als auch als limited Vinyl erhältlich) wird auch einigen Versionen der Album Veröffentlichung „Looking Skywards“ beigelegt.

Dieses und weiteres Material von Mesh im Epopshop bestellen
! Die aktuelle Maxi „Kill your dalings“ und das am 26.August 2016 erscheinende Album „Looking Skyward“ in all seinen Formaten liefert der Epopshop erst ab dem 24.August 2016 aus !

Marsheaux (201606) Review

Diesmal wieder etwas kürzer:
Marsheaux finden wir schon seit beginn an gut.
Nach dem Depeche Mode Coveralbum „A broken Frame“ nun etwas eigenständiges von den Damen aus Griechenland.
Ath.Lon“ der Oberbegriff für 11 schöne eLectro-Pop Songs.
Weiblicher melodischer,variabler Gesang.
Songs die Lust auf mehr machen , und das beim ersten Mal hören:
„Like a movie“
„Now you are mine“
„Safe tonight“
„Lets take a care“
Mit unserer Meinung nach 4 potentiellen Hits auf einem Album ist das Album jetzt schon eine Seltenheit was eLectrO-Pop Veröffentlichungen im Juni 2016 betrifft.

Neben der Veröffentlichung von Zoon Politicon unsere zweite empfohlene eLectrO Veröffentlichung im Juni 2016.

English: Our second eLectrO-Pop recommendation in June 2016.

Zoon Politicon (201606) Review

Zoon Politicon haben am 3.Juni 2016 das Album „Black in White“ veröffentlicht. Im epopshop kaufen !

Das Album bietet so viel mehr Melodien als andere Bands die in diesem Monat Musik in der Sparte „Electro-Pop“ veröffentlichen. Musik (bis auf die Songlänge) gut auf den Punkt gebracht. Angenehme Sounds, leicht zugänglich – ein Album was man sehr gut durchhören kann, und (auch das ist selten): Kein Aussetzer. 100% Zoon Politicon – ohne fremde Hilfe, Musik die keiner Erklärung bedarf. Klarer Gesang und das auf natürliche variable Weise. Unterlegt mit regelmäßigem Beat, angereichert mit Akzenten, Sphären und sich überlagernden (wohl auf einander abgestimmten) Harmonien.

Die Jungs sind mit seit 1996 bekannt, damals als ich mit dem Plattenlabel Strange Ways Records intensiven Kontakt hatte. Durch den Charterfolg einer damaligen Synthie-Pop Band für die ich tätig war, welche bei Strange Ways unter Vertrag war, nahm das Label 3 Bands unter Vertrag (wie viele andere Labels in der Zeit auch). Es gab eine Synthie-Pop Welle in der auch Zoon Politicon mitschwammen. Nun 20 Jahre später, nach über 14 Jahren Pause ein musikalisches Über-Lebenszeichen.

Run Forever: Der opener, seit 2012 als Promo-Singee bekannt. Es geht gleich gesanglich variabel los.
Mercy: ebenfalls seit 2014 als EP bekannt. Etwas „back to the roots“
Moments: (Album version), hier merkt man erstmalig Sängers Helmuts Vorliebe für die 80 Band „Human League“, wohl tranponiert in die aktuelle Zeit. Auch von der EP bekannt.
Good Morning: ein Kurzinstrumental
Dreamer: Mein erster Gedanke: Die Band „She wants revenge“ auf elektronisch.
Special Kind of Love: leicht 80er mäßig, gemütlicher Synthie-Song.
New Phase: Mein persönliches musikalisches Hightlight, geniale soundspielereien, grovig.
Candle of truth: Sportliche Uptempo nummer, Sound der 80er in die Gegenwart gebracht.
Timekiller: haben wir hier sogar einen potentiellen Clubhit ?
Such a Bore: schönes Synthie Nummer – Human League 2016
Sense of life: der Sound blubbert so vor sich hin
Galaxy: Gesang, E-Piano, Finale

Als Bonus gibt es 9 durchaus hörbare Remixe unterschiedlicher Facetten. Es handelt sich also um eine Doppel-CD.

Fazit: Die Jungs können es noch immer ! Unsere eLectrO-Empfehlung, Musik die Würdigung bedarf. Das Album gibt es u.a. im Epopshop.de zu bestellen.

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Am 3.Juni 2016 spielte die Band ein Konzert in Hannover im Lux, ca 30Kilometer von der Heimatstadt Hildesheim entfernt.
Setliste:
1-Run Forever
2-Mercy
3-Moments
4-Dreamer
5-Special Kind of Love („jetzt wird es süß“: Ansage als das Video mit dem Bärchen lief)
6-New Phase
7-Candle of Truth
8-Sense of Live
9-Timekiller
10-Fruitless
11-No way out
12-BLind Vision (Blancmange Cover) als Zugabe

Im Hintergrund liefen Videos oder es war ein Standbild zu sehen.
Sänger Helmut sang einwandfrei – Achim(Hannover) an dem Keyboards spielte sehr viel Live und schlug regelmäßig auf die E-Drums.
Auf kleiner Bühne mit minimalem Aufwand, passten die Bewegungen und Gesten von Sänger Helmut Winter entprechend. Das Publikum huldigte durch ordentlichen Applaus und Bewegung. Für 9€ sahen ca 70 Leute eine liebevolle Darbietung mit Lampenfieber und dankbaren Publikumskontakt. Alle Freunde des melodiösen Synthie-Pops können auf weitere Aktionen der Band hoffen.

Orange Sector (201606) Review

Orange Sector aus Hannover haben im Juni 2016 die EP „Stahlwerk“ veröffentlicht – wir sind begeistert!

Die Konzerte der Band waren gesanglich teilweise recht hart.
Auf dieser EP geht es dezenter zur Sache, jedoch in angenehmer härte – in den 4 Songs wird die Orange Sector Old School Bandbreite dargestellt. Überschneidungen mit Daf, Jäger90 und Soundmäßig mit Nitzer Ebb sind bei dem EBM in Reinform üblich – jedoch ist doch der Orange Sector Charakter zu hören. Stakkato ist Programm, die Shouts von Sänger Martin Bodewell als Kontrapunkt.

Stahlwerk: Textliche im markantem Orange Sector Stil. Die Old School basierte EBM Nummer mit 90er Sounds für die Clubs. Die weiteren 3 Songs haben ebenfalls Clubpotential.
Terroristen: Klare Botschaft klar kommuniziert.
Der Clown und das kleine Mädchen: Gesanglich etwas anders, uptempo EBM, Songlänge 2:42
Tanz in den Frieden: 80er orientiert
-4 Remixe

Eine gut durchhörbare EP, sauberer Sound, Vergangenheit trifft Gegenwart.

Nachwuchsbands Live: Alphamay, 3dgar, Neocoma (201605)

Vorsicht – langer Text – war auch ein langer Abend

Auf einer Webseite die Ihre Termine/Infos aus Facebookveranstaltungen generiert wurde mir über „Ähnliche Veranstaltungen“
‚Alphamay, Neocoma und 3dgar: ELECTRONIC MUSIC NIGHT am 23.Mai 2016 in Hannover im Kulturpalast‘ vorgeschlagen.
Da mir der Name Alphamay durch die Radiosendung eLectrO-Pop bekannt vorkam, entschloss ich mich die Veranstaltung zu besuchen. (Derzeit sind 2 Titel der Band in den Playlisten von laut.fm/electropop)
Beim betrachten der Facebook-Veranstaltung stellte sich die Frage: Zeitplan + Eintrittspreis. Antwort“ 19:30 Beginn, pay after“ (Eintritt frei) Pünklich 19:30 vor Ort stellten wir fest, dass noch immer aufgebaut wird mit der Begründung „wir dachten es sei ein Techniker vor Ort“. Also eine Stunde woanders überbrücken was in der Gegend vom Kulturpalast kullinarisch einfach ist.

Der Kulturpalast bietet eine ca 6 mal 2,53Meter Bühne, 40cm hoch, eines Basis an Soundtechnik und 4 Lampen. Insgesamt waren 12 Zuschauer, 3Freunde der Bands und noch 4 regelmäßig (im Club rauchend) ihr Bierchen trinkende Personen anwesend – dazu der Barmann der nach Liedende immer als erstes klatschte.
Auf Nachfrage wie sich die Bands zu dem Event gefunden haben kam die Antwort, dass Alhpamay (Osnabrück) eine „Aussschreibung“ gemacht hat und sich daraufhin 3dgar (Köln wohnend) und Neocoma(Göttingen) zusammengefunden haben.
Zugegeben mein erster Konzertbesuch im Kulturpalast.

Um 20:40 ging es dann mit der Ü40 Band Neocoma los. Der Sound der über die Anlage verbesserte sich nach den 3 Songs. Der Sänger gestand selber ein, die Stimme heute nicht so richtig rüberbringen zu können. War trotzdem okay. Insgesamt eine familiäre, persönliche Vorstellungen mit verbalen Brücken zum Publikum, welches überwiegend bequem saß. Der Keyboarder war körperlich recht locker drauf. Die Musik klang jedenfalls interssant, da der Sound vom Klischee des üblichen Synthpop angenehm abwich, jedoch gesunde Song und Soundstrukturen bot. 50 Minuten reichten dann auch.
vermutlich Überzeugungskraft auf Tonträger (nicht vorliegend): 90%
Überzeugungskraft Live: 10%

3dgar (Er Gesang+Tasten, Sie an den Tasten, Durchschnitt Ü30) bauten Ihre Synthies und Geräte so auf, sodaß das Publikum möglichst viel von den Tasten sehen konnte. Es ging recht experimentell los, viel Bewegung an den Tasten zumal man sehen konnte welcher Tastendruck tatsächlich welche Soundveränderung bewirkt. Es gab aber noch mehr zu gucken…. Der Sänger war jedenfalls sehr agil auf und vor der BÜhne, mit leicht rock anmutigen deutschen Gesang. Die Songs waren weniger strukturiert im Vergleich zu den anderen Bands und dem was man hier auf eLectrO-pop hört. Eine 35 Minutne Show mit einer kleinen Theatereinlage um zu verdeutlichen auf wen sich der letzte Song bezieht.
Überzeugungskraft auf Tonträger: 10%
Überzeugungskraft Live: 90%

Alphamay:
Die Band startete mit einer Coverversion von Yazoo, das war garade noch so okay. Die eigenen Songs der Band gefallen mir persönlich viel besser. Sauber, in ordentlicher Frontman manier vorgetragen mit 80er Attitüde. Die beiden Ü40 Jungs sind Kinder der 80er und das sieht man auch beim Konzert. Gefälliger, strukturierte, teils tanzbarer Electro-Pop mit Rock appeal. Wie ich allerdings schon der Band gegenüber geäußert war die Coverversionen von „Fade to grey“ schon grenzwertig. Später dann die Zugabe „Just can’t get enough“, diese verstärkte zwar bei einigem im Publkum die Körperbewegungen, jedoch (nicht nur) bei mir bewirkte der Song kopfschütteln – persönlich der absolute Tiefpunkt der gesamten Abends, sorry Jungs. Da war die vom Keyboarder vorgetragenen Nummer im dark wave Style wesentlich besser, auch vom „Playback“ her. Es bestehen also Optimierungsmöglichkeiten – auch beim Drumherum, also der Tätigkeiten mit denen sich Musiker auch selber beschäftigen müssen wie Vorankündigung, Technik, CD-Verkauf…. und obwohl bei twotickets 6€ Eintritt steht habe ich gerne freiwillig 12€ gegeben, denn nach dem letzten Lied kam die Aufforderung vom Barmann etwas in den Topf zu zun: „Pay after“, eine Geldspende für die Bands.
Überzeugungskraft auf Tonträger: 50%
Überzeugungskraft Live: 50%

Alle Bands haben solide, mit viel Spielfreude, recht locker und mit Einsatz ihre Show durchgezogen. Die Dankbarkeit Live spielen zu können war anzumerken. Ohne größeres drumerhum mussten die Band durch Persönlichkeit, eingschränkter Perfomance,
Gesang und Musik überzeugen. Das war der Fall ! Die Bands hätten meiner Meinung nach mehr Publium verdient.
… Ich habe den Eindruck das „etablierte“ Bands genau das nicht mehr können/wollen bzw vernachlässigen. Okay, bei den etablierten Bands haben es sowieso einfacher denn man kennt die Songs und damit verbundenen Gefühle.

Trotz „jeder kann selber seine Musik verbreiten (Bandcamp, Facebook) – wir brauchen keine Plattenfirma“ haben es meiner Meinung nach Nachwuchsbands es trotzdem weiterhin schwer. Mangels Verbreitungsmedium hat man früher gar keine Leute erreicht und gar kein Feedback bekommen, heute bekommt man auf grund des Überangebotes kaum feedback und erreicht kaum Leute.
Die Bands müssen mehr selber machen und mehr Zeit/Geld investieren. Livekonzerte sind eine gute Möglichkeit aus der Masse der Bands etwas herauszustechen und wer weiss was sich daraus ergibt.

Ein erfrischender Abend der mich an die Zeit umn 1990 erinnert, wo ich selber mit Bands auf Tournee war die unter minimalen Bedingungen vor 30-200 Leuten gespielt haben ohne Plattenvertrag und nur mit Cassettenveröffentlichungen.