Festival 2017 vergleich (201708)

Vergleich der 4 Festivals die wir öfter besucht haben, Stand August 2017

ursprünglich ist dieser Artikel 2016 enstanden. Zeit für ein Update mit Veränderungen.

E-tropolis – Oberhausen (März)
Wave Gothic Treffen (WGT) – Leipzig (Pfingsten)
Amphi – Köln (Juli)
M’era Luna- Hildesheim (August)

Unsere Meinung:
für eLectrO-Fans hat das Etropolis sicherlich die höchste dichte an eLectrO-Bands.

Die beste Chance eLectrO Bands zu entdecken:
WGT
Amphi (vom letzten auf den 2.Platz verbessert)
Etropolis
Mera Luna

am bequemstem viele Bands zu sehen
Etropolis , weil in einer Halle, sehr kurze Wege
Bei den Nachfolgenden Festivals kann es sein das man Bands nicht sehen kann weil wegen Einlass-Stopp
Amphi, recht kurze Wege (sofern das Schiff neben dem Tanzbrunnen ist).
WGT : Gleich auf, WGT manchmal pro Halle ein ganzen Tag lang nur eLectrO. Amphi kürzere Wege als beim WGT.
Mera Luna, weil ein Gelände – aber unbequem weil teilweise schlechter Boden , schlechter Sound

Sicherheit
Gerade Köln ist da in den Schlagzeilen, aber auch aus Leipzig hört, liesst und erfährt man unangenehmes.
Mera Luna ist wegen der Schlaglöcher, der Wiesen und je nach Wetter dem Matsch, rutschig unsicher. Man hat keine Chance auf Asphalt die Bühnen zu erreichen.

Alle Festivals achten sehr auf Notausgänge, Beschilderung und Beleuchtung.
Etropolis: da ist man „unter sich“.
Amphi: Bisher auf und um das Gelände alles entspannt.
WGT: Bei Bands die politisch umstrittenen sind, kam es vereinzelt um die betreffenden Clubs unschönen Szenen, teilweise wurden auch Symbole missverstanden. Jetzt, nach dem 2016 WGT wissen wir das Veranstaltungen erstmalig bewußt von „Bereicherern“ aufgesucht wurden. 2017 haben wir davon aber kaum was mitbekommen.

Das Mera wird leider von Leuten aufgesucht, die sich unrechtmäßig bereichern möchten. Der Veranstalter warnt über Leinwänder vor Taschendieben. Die Anzahl der Hasenkostüme nimmt zu.

Allgemein: Die Diebstahlgefahr nimmt allgemein zu, das geht bei der Anreise los, Fahrten in der Straßenbahn, offenem liegenlassen von Handy/Geld im Restaurant, ablegen von Klamotten in der Disco…Bitte achtet mehr auf Euch UND Euer Umfeld !
Da ist das WGT besonders betroffen, da man sich viel in Leipzig bewegt. -> persönlicher Tipp: Weniger „ins“ Handy schauen <-

Gaffer/Zaungäste:
Etropolis: Da ist man unter sich
Mera Luna: ebenfalls, keine Zaungäste.
Amphi: 2016 musste man das Gelände verlassen um sich für das Theater anzustellen bzw. um zum Schiff (Orbit Stage) zu kommen – dort war man den Gestiken, Kommentaren und dem Fotoapparat der Kölner ausgesetzt. 2017 erlebten wir interessiertes und offene Kölner Zaungäste auf dem Weg zum Schiff(Orbit stage)
WGT: einheimische fotografieren hemmungslos besonders beim Agra Gelände, aus dem Gebüsch heraus bei der Fetisch-Party. Für Leute die sich zur Schau stellen wollen, ist das WGT (auch die Innenstadt) ein Paradies.

Wetter
Außenbereiche sind wetterabhängig.
Etropolis – nur Halle
WGT – vereinzelt draußen, Schwerpunkt Halle, Clubs.
Amphi – Schifffahrt und Schiff Außenbereich wetterabhängig. Bands kann man auf dem Schiff trocken erleben. Ein teil des Bereiches vor der Hauptbühne ist überdacht. Das Theater ist eine Halle.
Mera – Hanger ist eine Halle, Hauptbühne open Air. Bei regen eine absolute Katastrope was parken betrifft, aber auch das Gelände. Man wird dreckig, Matsch ohne ende. Stroh? Fehlanzeige. Rutschgefahr. Leute mit Gehbehinderungen haben keine Chance den Hanger „sicher“ zu erreichen. Auch zur Hauptbühne muss man den Asphalt verlassen.

Toiletten
Etropolis: feste Toiletten, vereinzelt Wartezeiten.
WGT: je nach Club, Halle feste Toiletten, Toilettenwagen. Nur bei der Parkbühne werden 50cent verlangt. Agra Bereich mit Wartenzeiten
Amphi: Feste Toiletten. Wartezeiten für Frauen. Schiff: Schöne Toiletten.
Mera: Auf dem Konzertgelände Dixi-Klos (mit Wartezeiten). Auf dem Festivalgelände Toilettenwagen(mit Wartezeit) und Dixiklos (Ohne Wartezeit). Lange Wege. Auch unangenehm: Man verläßt den Hanger um zur Toilette zu gehen und kommt dann bei Einlass-Stop nicht mehr in den Hangar!

Wasser
Mera + Amphi: Kostenfreies Trinkwasser auf dem Gelände

Getränke
Mera: auf das Festivalgelände kann man sich selber Getränke/Nahrung mitnehmen. Auf das Konzergelände dürfen seit 2017 keine Getränke/Nahrung mehr mitgenommen werden.
WGT: Wer zeltet kann dort Getränke/Nahrung lagern.
Amphi: schon immer darf nur leere Trinkflaschen mit auf das Gelände nehmen.

Sitzmöglichkeiten
Mera: auf dem Festivalgelände(Zeltplatz), auf dem Konzertgelände sind die Sitzplätze begehrt. Man setzt sich teilweise auf den Beton/ Rasen vor die Hauptbühne. 2016 wurden die Sitzmöglichkeiten erweitert.
Etropolis: Eine Halle mit Verkaufsständen und vielen Sitzplätzen.
Amphi: Da die Messehalle weggefallen ist, wurden die über 1000 fehlenden Sitzplätze durch das Schiff(Open Air) teilweise kompensiert. Am Tanzbrunnen gibt es vereinzelt (begehrte) Sitzplätze. Auf dem Schiff oben an Deck gibt es nur Sitzplätze. Der Beach-Bereich bietet Sitzplätze. Beim Theater wurden 2017 die Sitzmöglichkeiten erweitert.
WGT: Je nach Club, Bühne, gibt es Sitzmöglichkeiten – teilweise ist die Bühne nicht zu sehen.

Übernachtung
Amphi: Köln bietet viele Hotels, auch günstige die mit Fahrzeit verbunden sind.
Etropolis: Einiges Hotel, teilweise in Nebenstädte ausweichen.
Mera: wenige Hotels, dafür Zeltplatz, Wohnmobilplätze waren schnell ausverkauft.
WGT: Übernachtungsmöglichkeiten sind sehr begeht, Preise steigen konstant. Zeltmölicheit oder in Randgebiete ausweichen.

öffentliche Verkehrsanbindung
Amphi: 300 Meter vom Bahnhof Deutz (Zug, S-bahn, U-Bahn, Bus), viele Taxen.
Etropolis: 500 Meter zur U-Bahn. Auch nachts fährt was.
WGT: Sonderstraßenbahnlinie zum WGT. Nachtlinien. Lange Entfernungen. Preis im WGT Eintritt enthalten.
Mera: Extra Bus zum Mera, stündlich, begrenzte Zeiten. Wenige Taxen, lange Wege zum Bus/Bahnhof.

Parken
Amphi: geht so
Etropolis: Kostenpflichtiger Parkplatz direkt an der Halle
WGT: Kostenpflichtig am Agra Gelände – oder einfach Glück haben, trifft auch auf andere Clubs zu. Vorsicht beim Kohlrabizirkus: Hier wird abgeschleppt wenn man auf dem riesengroßen aber doch privaten Parkplatz parkt
Mera: Ausreichend Parkplätze auf dem Acker, aber sehr weit entfernt. Teilweise 20 Minuten Fußmarsch. 2017: Shuttle Bus(30Minuten entfernt, unzufriedenstellend) oder über 45 Minuten Fußmarsch

Shopping (Klamotten, Musik)
WGT: Eine ganze Messehalle mit Ständen. (Sonderverkäufe auch in der Stadt)
Mera: Händlermeile auf dem Konzertgelände und auf dem Festivalgelände, dazu Mittelaltermarkt.
Amphi: Händlermeile
etropolis: Ein paar Stände in der Halle.

Sauberkeit
WGT: alles trocken da betoniert, auch der Parkplatz ist betoniert. (Ein Agra Parkplatz auf der Wiese)
Amphi: alles trocken da betoniert, auch der Parkplatz ist betoniert. Beachbereich+ Schiffsdeck nur trocken genießbar.
Etropolis: alles trocken, auch der Zugang zur Halle ist betoniert (Parkplatz kann matschig sein)
Mera: Festivalgelände ist teilweise betoniert, Konzertgelände Wiese und Beton. Parkplatz: Acker. Bei regen Konzertgelände Rutsch+Matschgefahr.
Müllpfand: Leute die nicht zelten sollten sich das Müllpfand unbedingt umgehend wiederholen, am besten bei betreten des Festivals. Leider lassen meiner Meinung nach zu viele Leute das Müllpfand verfallen zugunsten des Veranstalters -> der könnte einen hochgerechneten 5stelligen Betrag spenden.

Musiker treffen
WGT: hier feiern die Bands teilweise mit. Zudem Autogrammstunden in der Verkaufshalle.
Amphi Festival: Autogrammstunden auf dem Festivalgelände, vereinzelt sieht man Bandmitglieder auf dem Gelände.
Mera Luna: Autogrammstunden auf dem Festivalgelände, vereinzelt/selten sieht man Bandmitglieder auf dem Gelände.
Etropolis: keine Autogrammstunden, vereinzelt/selten sieht man Bandmitglieder auf dem Gelände.

Party = Disco
WGT: fast 24 Stunden Programm, Party von Donnerstag bis Dienstag, diverse Clubs in der ganzen Stadt.
Amphi: Freitag warm up, Samstag an 2 Stellen, Sonntag bis 3Uhr (oder länger) im Theater.
etropolis: Das Festival ist an einem Tag, Aftershowparty im Konzertgelände (Freitag warm up)
Mera: Freitag und Samstag Party auf dem Festivalgelände jedoch wird hierfür extra Eintritt genommen.

„Szenebezug“ 0 (kaum) bis 10 (sehr viel)
WGT: 10
Amphi: 9
Etropolis: 9
Mera: 1

Hasenkostüme
Etropolis: 0
WGT: 0,5 (halb, weil war im Rahmen einer Disco die öffentlich, ohne Festivalband, besucht werden konnte)
Amphi: 1
Mera: 10 !!!

Fazit
Jeder hat seine eigenen Prioritäten, also eigene Erfahrungen sammeln.

Reihenfolge 2017: Amphi, WGT, Etropolis und dann gaaaaanz weit abgeschlagen das Mera.
Sorry Meraluna2017, das war nix. Die enttäuschten Gesichter, der verhalten des Publikums bei den Konzerten, die leere vor den Bühnen, die Regelungen, die Organisation, der Service, der Ablauf, die Planungssicherheit und das auch von einem Veranstalter der genug andere Mega-Festivals macht, nur enttäuschend – und was ganz erschreckend ist: Je schlechter das Wetter, desto schlechter die Sicherheitskontrollen! Im Vorfeld viel posten aber vor Ort was ganz anderes machen.

…Nach dem MeraLuna 2017 wurde mir noch mehr bewußt, wie annehmlich und schön das Amphi 2017 war.

Mera Luna Festival 2017

Mera Luna Festival in Hildesheim 12.+13.August 2017

Hier die eLectrO-Bands vom M’era Luna Festival 2017 und ein paar Worte dazu….. wir empfehlen: Eigene Meinung bilden !

And One: Der Auftritt von 2014 ist schon Grund genug And One sich erneut bei diesem Festival zu erleben. Party + Stimmungs und Unterhaltungsgarantie die persönlich, sympathisch, professionell und schön ansehnlich und anhörlich dargeboten wird.
Blutengel: aus Berlin. eLectrO-Schlager (was durchaus positiv gemeint ist). Gut gemachter electro-pop, optisch reizvoll dargeboten.
Project Pitchfork: aus Hamburg. Wieviele Schlagzeuge werden diesmal auf der Bühne sein ? Egal, denn die Band hat so viele Hits das sie ein Stimmungsfeuerwerk erzeugen.
(White lies): England. Huch wer ist das denn – werden sich einige Fragen. Haben auch electro-Elemete und sind gesund hörbar. Auch mal mit Gitarren. Der große Szene-Club-Hit fehlt noch, aber die Band ist Live sehr gut hörbar.
Covenant: Auf der Tour gab es ein langsames gefolgt von einem schnellen Lied. Teils experimenteller eLectrO bishin zu Future-Pop.
(The cruxshadows): aus den USA: Vielleicht wird die Musik auch mal so aufregend und bemerkenswert, wie die Meldung das der Sänger wieder am Gerüst herum klettert. Ein paar Synthies mit Geigensounds die den Nerv des Publikums treffen, weil der Sänger den Vorstellungen von „Gothic“ entspricht.
Mesh: aus England, Seit 1991 kontinuierlich auf ganz hohen Niveau unterwegs. Solide einprägsame, teils Emotionelle eLectrO-poppige Musik solide dargeboten, wobei man nach den ersten Sounds schon mit wippt.
Daf: Düsseldorf,Italien,Berlin: Eigentlich gibt es die Band nicht mehr, schön das die Jungs erneut beim Mera auftreten um aus über 30 Jahren DAF ihre Hits in deutscher Sprache vorzutragen. Manchmal gesanglich eine Wiederholung zu viel, dafür aber musikalisch voll auf den Punkt gebracht.
KMFDM: aus den Usa. Kill mother fucking Depeche Mode ? Härterer electro, schon lange dabei. Eher was für die ältere Fraktion.
Frontline Assembly: aus Canada: Musikalisch genial gemacht, auch etwas härterer eLectrO zu dem man durchaus feiern kann.
Leather Strip: aus Dänemark. In letzter Zeit mehr durch Coverversionen und Remixe aufgefallen. Wurde im laufe der Jahr immer ruhiger. Aus sehr hartem electro wurde etwas härterer eLectrO der durchaus hörbar ist.
Solar Fake: aus Berlin. Ein der Bands die in den letzten Jahren sich mehr und mehr in die Tanzfüße und Herzen der Leute gespielt hat. Schöner Future-Pop für Ohr und Auge.
Ashbury Heights: gibt’s die wieder oder immer noch ? In der Anfangszeit mal sehr erfolgreich mit solidem freudigen Synthie-Pop aus Skandinavien.
Haujobb: ost-Deutschland. Electro-Zauberer Daniel Myer hier mit seinem Hauptprojekt am Start. Gut gemachter generationsübergreifender electro.
Faderhead: Was spielt er : Hart oder weich ? In letzter Zeit doch etwas ruhiger geworden, aber weiterhin gut gemachter eLectrO -von zart bis hart. Live großartig.
Tyske Ludder: aus Norddeutschland. Hrter, teils unverständlicher eLectrO. Hauptsache Sound.
Nam Nam Bulu: aus der Schweiz: Die Future Popper hatten sich 2016 wieder zusammengetan und überzeugen mit Weiberelectro der auch den Herren gefällt.
Absurd Minds: aus Ostdeutschland: Oftmals mit Project Pitchfork verwechselt kann man bei diesem Festival die Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellen.
.Com/Kill: Adrian Hates von Diary of Dreams. Die Band überraschte sehr bei einem anderen Festival. Etwas härterer eLectrO.
(Leichtmatrose): Waren mit Joachim Witt auf Tour, hatten schon mal das Mera vor ein paar Jahre eröffnet. Deutscher Gesang, etwas nachdenklicher, teilweise recht poppig, kann man entdecken.
Ambassador21: aus Weissrussland. Ziemlich harter electro, industrial, experimentell – laut.
(She past away): aus der Türkei: Gesang und Gitarre, aber dazu kommt noch angenehme monotone elektronic überwiegend um Uptempo Bereich. Sisters of Mercy auf türkisch mit weniger Gitarren dafür noch mehr fürs Tanzbein. Noch vor Jahren ein Geheimtipp nun zum Szenehit entwickelt.

Update: -> SPIELEN NICHT Dear Strange: aus Berlin. oops was ist das denn…. Sehr (electro)-Poppig mit unterschiedlichem Tempo. Hoffe der Gesang der langsameren Songs kommt Live angenehm rüber, ist manchmal kurz vor angestrengendem genöle. Ansonsten durch aus interessant…. hat das potential auch im „normalo“ Radio zu laufen. <- SPIELEN NICHT ...schade , die für mich einzige eLectrO-Band die man bei dem Festival "entdecken" könnte. dafür spielen Accessory sich selbst als „Modernen EBM“ bezeichnen, bewegt sich die Band zwischen angenehmen härten electro und krach. Man darf gespannt sein mit welchen Sounds die Band am Sonntag um 11Uhr20 den 2.Festivaltag eröffnet.

Bis auf Mesh und And One spielen alle reinen eLectrO-Bands im Hanger. Im Hanger gibt’s sowie mir bekannt nur bei „the arch“ und „She past away“ Gitarren zu sehen.

Infos
www.meraluna.de